Katrin Deniz Himmelsbach im Porträt – Eine Nacht änderte ihr Leben

Was für die meisten Menschen eine schwierige Entscheidung gewesen wäre, traf Katrin Deniz Himmelsbach in einer schlaflosen Nacht: „Ich mach’s.“ Seit 2018 leitet sie als Geschäftsführerin die Production in Time Zerspantechnik und Handels GmbH in Sulgen – und hat das Unternehmen seitdem kräftig auf Kurs gebracht.

Von der Großstadt zurück nach Sulgen

Katrin Deniz Himmelsbach wollte eigentlich die Großstadt. München, Stuttgart, Mailand – das waren ihre Stationen. Sie arbeitete unter anderem für den französischen Luxusgüterkonzern LVMH und holte ihre Fachhochschulreife nach, bevor sie Marketing studierte. Parallel dazu absolvierte sie ihren Master in Business Management.

Als ihr Vater Jürgen Himmelsbach ihr die Nachfolge bei PIT anbot, kam das für sie überraschend. Doch nach einer schlaflosen Nacht fiel die Entscheidung. Sie brachte neue Ideen mit, setzte um, was sie gelernt hatte, und entwickelte ihren eigenen Führungsstil.

PIT heute – Präzision trifft Wachstum

Rund 55 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Sulgen. Die Produkte – von hochpräzisen Schrauben für die Medizintechnik bis hin zu Bauteilen für die Luft- und Raumfahrt – stehen für höchste Qualität und Zuverlässigkeit.

Aus dem kleinen Gutachter Betrieb mit damals rund sieben Millionen Euro Umsatz ist inzwischen ein wichtiger Teil des Unternehmens in Sulgen geworden – mit rund zwölf Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr.

Führung mit Persönlichkeit

Das Unternehmen trägt längst ihre persönliche Handschrift. Offene Kommunikation, flache Hierarchien und eine Unternehmenskultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ein Fitnessraum, wöchentliches Yoga und regelmäßige Massagen im Werk gehören bei PIT genauso dazu wie eine immer offene Tür der Geschäftsleitung.

Als weibliches Vorbild nennt sie Angela Merkel. Was sie an ihr schätzt? Lockerheit und Humor auch in schwierigen Situationen – und die Fähigkeit, authentisch zu sein.

Ein Traum bleibt

Nur eine Sache fehlt ihr noch – und die gibt sie ganz offen zu: Sie wäre gerne öfter in der Großstadt. Und wenn sie wieder im Flugzeug sitzt, irgendwo über den Wolken Richtung Asien, lächelt sie vermutlich über einen kleinen Knopf am Sitz. Denn sie weiß, wo er herkommt. Und sie weiß auch: Ihr eigener Höhenflug ist längst nicht zu Ende.